Über mich
Mein Name ist Jennifer Eichler.
Schon als Kind lebte ich oft in meiner eigenen Welt. Während andere draußen spielten, versank ich in Tagträumen und Geschichten, bemalte die Wände meines Kinderzimmers oder erschuf aus allem, was ich finden konnte, kleine Universen.
Man sagte mir oft, ich hätte eine große Fantasie. Gleichzeitig fiel es mir lange schwer, mich unter vielen Menschen wirklich wohlzufühlen. Ich war eher still, beobachtend und wurde von Gleichaltrigen oft als seltsam wahrgenommen. Doch im Kunstunterricht standen plötzlich alle um meinen Tisch, schauten mir beim Zeichnen zu und bewunderten meine Bilder.
Erst viele Jahre nach der Schulzeit, ausgelöst durch die Kunstmaterialien meines Kindes, eine große Packung Buntstifte mit unzähligen Farben, begann ich wieder zu malen.
In all den Jahren beschäftigte ich mich intensiv mit Weisheitslehren, Buddhismus, Spiritualität und der Frage, warum so viel Leid auf unserer Erde existiert. Ich beobachtete viel – die Welt, andere Menschen, aber auch mich selbst. Über viele Jahre hinweg begegnete ich den unterschiedlichsten Menschen und ihren Geschichten.
Immer begleitet von dem Wunsch, etwas zu verändern. Impulse zu geben, die das Leiden verringern.
Genau das fließt heute in meine Kunst ein.
Nicht geplant oder konstruiert – sondern intuitiv. Ich setze mich selten hin mit der Absicht, ein bestimmtes Bild zu malen. Die Bedeutung entsteht während des Prozesses. Es ist ein wechselseitiges Erleben und Erkennen. Der Wechsel zwischen Malen und Beobachten. In den Pausen kommen die entscheidenden Impulse. Es ist ein Gefühl, das mich leitet. Es lässt mich zu Farben greifen und etwas malen, das ich erst erkenne, wenn ich schon mittendrin bin.
Immer wieder tauchen dabei dieselben Kontraste auf:
Die rohe Kraft der Natur.
Etwas Archaisches, Lautes, Gewaltiges – wie ein Urknall, ein Vulkanausbruch oder ein Hurricane. Kräfte, die Leben erschaffen und gleichzeitig zerstören.
Und daneben das genaue Gegenteil:
Feinste Linien, die Farben der Sonne und des Himmels und sanfte Details.
Wir sind aus Extremen entstanden. Die Natur selbst besteht aus ihnen. Aus Chaos und Ordnung. Aus Rohheit und Schönheit. Aus gewaltiger Energie und gleichzeitig unglaublicher Feinheit.
Diese Gegensätze spiegeln sich in meinen Bildern wider, aber auch in den Materialien meines Schmucks und den natürlichen Strukturen der Steine.
Meine Werke sollen nicht beruhigen.
Sie sollen wachrütteln und uns erinnern.
An das Ursprüngliche.
An die rohe Kraft, aus der Leben entsteht.
Aber auch an die stille, oft übersehene Feinheit, die allem zugrunde liegt.
Wir verlieren uns permanent im Lärm dieser Welt – in Angst, Ablenkung, Reaktion und endlosem inneren Denken.
Meine Kunst entsteht aus dem Bedürfnis, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Nicht als flüchtiger Moment.
Nicht als konsumierbare Spiritualität.
Sondern als bewusste Entscheidung, wieder in die eigene Mitte zurückzukehren – selbst mitten im Sturm.
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Schreiben Sie mir gern direkt. Atelierbesuche sind nach Absprache jederzeit möglich.